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Auch wenn die CSU-Spitze für einen Abriss (nach Schaffung von Ersatzspielflächen) plädiert, so gibt es doch Kandidaten mit eigener, positiver Meinung!
Laura Wurst, Platz Nr. 40:
Als Harlachingerin ist es für mich wichtig, dass das Sechz'ger Stadion in unserem Stadtviertel erhalten bleibt.
Ich finde es klasse, dass Sie sich so intensiv für den Erhalt des Stadions einsetzen. Das Stadion soll nicht nur als traditionelle Harlachinger bzw. Giesinger Einrichtung erhalten bleiben, sondern auch küftig aktiv als Spielstätte genutzt werden.
Ich hoffe, dass ich es in den Stadtrat schaffe, damit ich Sie auch mit meiner Stimme unterstützen kann.
Thomas Schwed, Platz Nr. 41:
Das Grünwalder Stadion muss langfristig für den Münchner Fußball erhalten bleiben, weil es einfach "Kult" ist, sich dort ein Spiel anzuschauen!
Dr. Renate Unterberg, Platz Nr. 43:
Seit 6 Jahren bin ich im Bezirksausschuss 20 (Hadern) die Vorsitzende des Unterauschusses "Kinder, Schule, Sport", d.h. zuständig für die Kontakte zu den Sportvereinen (TSV Groß,hadern, FC Neuhadern, SV Sentilo Blumenau, FTM West, FTM Blumenau).
Ich weß, dass unsere Sportvereine immer zu wenig Platz und damit zu wenig Trainingsmöglichkeiten haben. Insbesondere in den späten Nachmittags- und Abendstunden ist es sehr eng. Auch die Qualität der Bezirkssportanlagen und Schulturnhallen ist ein großes Thema. Dies ist nach meinen Informationen zumindest im gesamten Münchner Südwesten so.
Von daher sehe ich einen sehr großen Bedarf, das Sechz'ger Stadion zu erhalten. Es hat sicher seinen Platz im Leistungssport, aber vielleicht viel mehr noch im Breitensport. Die Kinder und Jugendlichen brauchen dringend ein größeres Platzangebot. Und Sport ist extrem wichtigfür die Gesundheit, für das Sozialverhalten und für die Integration von Einwohnern mit Migrationshintergrund. Eine bessere langfristige Gewaltprevention gibt es kaum!
Friedrich Kraus, Platz Nr. 47:
Als Jahrgang 1942 habe ich viele schöne, ja Sensationelle Stunden, schon als kleiner Junge im Grünwalder Stadion erlebt. Real Madrid z.B. Das sensationelle Tor von Otto Luttrop gegen Warschau im Europapokal usw. Das Grünwalder Stadion gehört zu München wie der Dom, das Hofbräuhaus usw. Überall ruft man nach Denkmalschutz, hier wird nur der Kommerz gefördert.
Wenn das Olympiastadion als Denkmal erhalten bleibt, ist der "Sechzger" allemal erhaltenswürdig. Es gibt auch kleinere Vereine, die diese Anlage nützen könnten. mitten in der Stadt ein derartiges Objekt dem Wohnungsbau zu opfern ist eine Schande.
Aber wir Münchner haben immer weniger zu sagen. Ich habe mit Listenplatz 47 der CSU wenig Chancen in den Stadtrat zu kommen. Aber durch meine Unabhängigkeit als ehemaliger Bäckermeister und BA-Mitglied ist meine Aussagen und Initiative glaubwürdiger und ich habe jederzeit die Möglichkeit mich für den Erhalt des Stadions (auch ggf. ohne Stadtratsmandat) einzusetzen und mich ggf. zu Wort zu melden. Die Gefahr besteht, dass einige nach der Wahl plötzlich Erinnerungslücken haben.
Dr. Felicia Englmann, Platz Nr. 50:
Da ich weder Fußballfan, noch Bau-Expertin bin, kann ich über den Sinn des Erhalts des derzeitigen Stadiongebäudes wenig Sinnvolles sagen.
Ich finde aber, dass der Ort auf jeden Fall als Sportstätte erhalten bleiben muss, entweder mit dem derzeitigen Gebäude (wenn eine Sanierung sinnvoll ist) oder mit einem Neubau, in dem vielleicht noch Trainingsmöglichkeiten für andere Vereine/Sportarten untergebracht werden können.
Eine so große Sportstätte in so etablierter Lage darf nicht aufgegeben werden, da sie für Aktive und Zuschauer ausgesprochen wichtig ist und zur Münchner Tradition gehört. Der Amateur- und Breitensport braucht Unterstützung.
Dominic Falter, Platz Nr. 54:
Mein Standpunkt: Das Grünwalder Stadion muss langfristig für den
Münchner Fußball erhalten bleiben.
Ich bin selbst zwar kein Blauer, sondern ein Roter. Daher möchte ich
auch nicht urteilen, ob 1860 ins Grünwalder Stadion zurück soll oder
nicht. Dies sollte die freie Entscheidung des Vereins sein, wobei ich
mir vorstellen kann, dass der FC Bayern die Allianz-Arena auch alleine
bespielt. In anderen Städten wie Gelsenkirchen oder Hamburg ist es ja
auch möglich, eine große Arena nur mit einem Verein wirtschaftlich zu
betreiben.
Das Grünwalderstadion abzureissen, zu überplanen und dann möglicherweise mit einem Einkaufszentrum (wer braucht das denn?) zu bebauen halte ich
für vollkommen schwachsinnig, wenn man gleichzeitig eine neue
Spielstätte für die Amateurvereine aus städtischen Geldern bezahlen muss.
Etwas abwägender sieht es dieser Kandidat:
Maximilian Bauer, Platz Nr. 77:
Meiner Meinung nach müssen 2 Aspekte abgewogen werden:
1. Wie sind die finanziellen Lasten bzw. Vorschriften (Verkehrssituatiion, Zuschauersicherheit etc. für die Nutzung des 60er-Stadions?
2. Wie stellt sich die Sportstättensituation in München dar. Plätze sind Mangelware, so dass das Stadion meiner Meinung nach mindestens für
den Amateufußball so lange als möglich genutzt werden muß. Damit kann ich mich auch mit dem Vorschlag der Frau Bürgermeisterin anschließen.
Aufwand und Nutzen müssen aber in einem vernünftigen Verhältnis stehen.
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